Handlungsfelder

Multifunktionale Festlegungen

Multifunktionale Festlegungen zum Freiraumschutz ver­folgen das Ziel, Freiräume vor einer baulichen Inanspruch­nahme zu sichern. Sie bilden damit für die Klimaanpas­sung eine handlungsfeldübergreifende Regelungsoption in Regionalplänen. Multifunktionale Raumordnungsgebiete leisten dagegen keinen Beitrag zur räumlichen Koordina­tion einzelner Freiraumfunktionen. Für die Klimaanpas­sung ist das relevant, weil sie zum Beispiel in Frisch- und Kaltlufttransportbahnen keine Aufforstungen ausschließen können, die den Luftaustausch behindern. Regionale Grün­züge, die zusammenhängende Freiräume vor weiterer Be­siedlung schützen, sind von Grünzäsuren, die das Zusam­menwachsen von Siedlungen verhindern beziehungsweise die Ausdehnung des Siedlungsraumes in eine bestimmte Richtung begrenzen, zu unterscheiden. Grünzüge sind eines der bekanntesten regionalplanerischen Instrumente, auf das Regionalpläne bereits seit mehreren Jahrzehnten zurückgreifen.

Die Integration multifunktionaler Raumordnungsgebiete in Regionalpläne erfordert ihre Definition sowie Aussagen zu den Zielen, der räumlichen Abgrenzung, dem Verhältnis zu anderen freiraumbezogenen Ausweisungen und zur methodischen Herleitung. Sie sind sowohl flächenhaft als auch mit Symbolen darstellbar, wobei aufgrund der fehlenden Flächenschärfe von Symbolen diese Art der Darstellung räumlich unkonkret bleibt.

Steckbriefe

Good Practices

Die folgenden Instrumentensteckbriefe dokumentieren Festlegungen deutscher Regionalpläne zu Grünzügen und Grünzäsuren. Aufgrund der anerkannt hohen Wirksamkeit des Instruments wird hier kein Weiterentwicklungsbe­darf gesehen, so dass im KlimREG-Projekt keine weiteren Innovationen entwickelt wurden. Im Einzelnen werden die folgenden Instrumente beschrieben:

  • Schutz und Entwicklung von Freiräumen durch Regio­nale Grünzüge und Grünzäsuren
  • Schutz und Entwicklung von Freiraumfunktionen durch Regionale Grünzüge – Flexibilisierung mit Regel- Ausnahme-Struktur
  • Schutz von Freiräumen, die besiedelte Bereiche glie­dern, durch Regionale Grünzäsuren – Flexibilisierung mit Regel-Ausnahme-Struktur
Good Pratice
Schutz und Entwicklung von Freiräumen durch Regionale Grünzüge und Grünzäsuren

Good Pratice
Schutz und Entwicklung von Freiraumfunktionen durch Regionale Grünzüge – Flexibilisierung mit Regel-Ausnahme-Struktur

Good Pratice
Schutz von Freiräumen, die besiedelte Bereiche gliedern, durch Regionale Grünzäsuren – Flexibilisierung mit Regel-Ausnahme-Struktur